Das Gasthaus Erbgericht

Jetzt mach ich mal mit etwas weiter, auf was viele sicher schon lange gewartet haben- meine Geschichtswanderungen. Zunächst mal die Kneipentour. Zunächst ein Bild zur Einstimmung. Dieses wurde vor einigen Jahren von Georg Schittnik an den Heimatverein übergeben. Im Moment ist es gut aufgehoben. Das Bild zeigt das ehemalige „Gasthaus Erbgericht“ etwa um 1920.

So, wie auf dem folgenden Bild kenne ich das Gasthaus auch noch. Wann das Foto entstand, ist nicht bekannt, aber auf alle Fälle sah das Gasthaus so, bis zur Schließung, ca. 1975 aus. Ich kann mich noch gut erinnern, dass wir als Kinder bei „Reuter Kurten“ Waldmeisterlimonade in der berühmten Bügelverschlußflasche gekauft und diese, im Sommer auf der Treppe sitzend, getrunken haben.

Das Erbgericht dürfte die älteste Schankstätte in Mühlau sein und ursprünglich im Erberichtsgut, Chemnitzer Straße 4 bestanden haben. Über den Ursprung des Gutes sind bisher keine Unterlagen bekannt. Es dürfte aber in der Zeit der Ortsgründung entstanden sein. Als erste Erwähnung ist der Bericht einer tätlichen Auseinandersetzung in der Schankwirtschaft. „Ich Jorge vnde Brosiusuth allhier offenthliche bekenne, daß ich am tage Peter und Pauli (29. Juni) dieses 1545ten Jahrß mit meinem Bruder Brosius Uthen..im Kretzscham (Gasthof) zur Myla geweßt bin, und haben mein Bruder und ich, beide messer gezcogen unde zusammen gehauenn..“ (Stadtarchiv Penig, Akte 6243). Ein Blick in den zuwachsenden Hof.

Das Erbgerichtsgut gehörte zum Callenberger Gerichtsanteil und ab 1641 sind die Besitzerwechsel größtenteils urkundlich genannt. Während des 30-jährigen Krieges (1618-1648) wurde die zum Gut gehörige Schenke als „wüste schenke“ bezeichnet. Das heißt, dass sie (und sicher auch das Gut) zerstört war. Wenn man den Komplex heute sieht, muß man auch wieder von einer „wüsten Stätte“ sprechen, nur dass diese „Wüste“ nicht durch kriegerische Ereignisse, sondern durch Verwahrlosuing entstand. Ob sich wohl noch jeman findet, der diesem imposanten Komplex neues Leben einhaucht? Es wäre zu wünschen!!!! Die Natur erobert Menschenwerk zurück!

1755 wurde das Wohnhaus des Erbgerichtsgutes neu gebaut. Der Erbrichter und Gastwirt Johann Gottfried Ihle schreibt: „Am 30-ten July, Ao. 1755: Ein neues Wohnhaus ward von mir erbauet, dass man 50 und 4 Ellen lang anschauet. Die Weite dessen ist von 24 Ellen. Zwei Stockwerke von Gestein. Von Meistern und Gesellen wurd es mit zwei Brandgiebeln aufgeführt. Und die Bleichwände selbst mit Ziegeln ausgeziert und ebenso gedeckt. Die Arbeit war verdungen worden, der Meister Johann Samuel Schiffer hieß, dem ich davor 300 Taler geben ließ. Doch ohne was der Herd und Baumaterialien an Kosten überhaupt besonders auszuzahlen. Und Meister Hord aus Burkersdorf, der Zimmermann bekam von mir 200 und 5 Taler dran. Dieser schöne Schlußstein mit den verschnörkelten Buchstaben „JGFI“ (für Johann Gottfried Ihle) und der Jahreszahl 1755 zierte einst den Hofeingang des Wohnhauses.

Text und Bilder: Volkmar Winkler

Frühlingskonzert der Singgemeinschaft Mühlau

Mit dem Konzert „Frühlingserwachen“ beginnt die Singgemeinschaft Mühlau e.V. am 5. Mai die diesjährige Konzertsaison. Das erlebnisreiche Programm der rund 30 Sängerinnen und Sänger umfasst aktuelle Titel, Volkslieder und solistische Stücke. Natürlich treten auch die Kinder der Chormitglieder wieder mit einem eigenen Programmteil auf.

Beginn ist 15 Uhr im Kulturzentrum „Linde“ in Mühlau.

Der Chor unter der künstlerischen Leitung von Christian Meincken ist dieses Jahr beim Sängerfest in Lichtenwalde und in der Chemnitzer Markuskirche zu hören. Ein besonderer Höhepunkt wird der Auftritt beim Adventssingen des Sächsischen Chorverbandes im Gewandhaus Leipzig. „Wir sind als Chor besonders stolz, hier zum zweiten Mal dabei sein zu dürfen“, so Katrin Beller, Vereinsvorsitzende der Singgemeinschaft Mühlau.  Katrin Beller fügt hinzu, dass der Chor im kommenden Jahr dann sein 20-jähriges Vereinsjubiläum begehe. Die Vorbereitungen dazu laufen bereits.

Weitere Informationen zum Chor und zu Auftritten sind im Internet unter www.singgemeinschaft-muehlau.de zu finden.

Neue Version der Mühlauer Webseite

Die Webseite der Gemeinde Mühlau gibt es nun schon seit über 11 Jahren. Die erste Version ging im Mai 2002 online. Die letzte größere Überarbeitung fand im Jahr 2007 statt. Grund genug nun, nach über 6 Jahren, wieder mal ein wenig frischen Wind in die Onlinepräsenz unserer Gemeinde zu bringen. Die folgenden Bilder zeigen die früheren Versionen der Webseite:

Sie finden hier natürlich weiterhin den Mühlauer Anzeiger zum online lesen. Das ist inbesondere für „im Exil“ lebende Mühlauer ein willkommener Service, um sich weiterhin über die Geschehnisse in unserer Gemeinde zu informieren.

Neu ist das (kostenpflichtige) Firmenregister für in Mühlau ansässige Firmen. Hier können Sie Ihre Firma kurz präsentieren. Weiterhin steht ein exklusiver Werbeplatz zur Verfügung der gebucht werden kann.

Für frische Inhalte sorgt der Gastautor Volkmar Winkler, der auf der Facebook-Seite „Unser Mühlau“ sehr viele interessante Bilder und Geschichten veröffentlich. Ausgewählte Inhalte und Bilder werden hier ebenfalls veröffentlicht.

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